Stechlinsee

Vorbei an Kühen, Heiden und kleineren Seenlandschaften machten sich Steffi, Max, der kleine Victor, mein herzallerliebstes Patenkind, und ich am Wochenende auf an einen der Orte meiner Kindheit, zum Stechlinsee. Schon damals, vor mehr als 15 Jahren, war er bekannt als einer der klarsten und schönsten Seen in Brandenburg. Kristallklares, azurblaues Wasser mit Sandbänken und Wasserpflanzen, wie man sie sonst nur vom Meer kennt. Dort angekommen erinnert bis auf eine alte Kaufhalle, in der ich früher immer Eis holen war, fast nichts mehr an vergangene Zeiten. Eine Art Kurzurlaubsparadies ist dort entstanden, mit netten Gasthäusern, einer Fischzucht und Ruderbootverleih. Viele kleine und nicht sehr überfüllte Strandbuchten laden zum Sonnenbaden und Schwimmen ein. Mit meinem Schlauchboot ging’s nach ausgiebigem Picknick und Badespass dann rauf aufs Wasser, wo wir den Tag im Sonnenuntergangslicht ausklingen ließen. Viel Spass mit den Impressionen dieses tollen Sommertages! :)

Passing cows and lake infused landscapes we went to one of my childhood places this weekend. Stephanie, Max and my gorgeous godson Victor made our way to Stechlinsee, one of the clearest and prettiest lakes in all Brandenburg. Even 15 years ago it was famous for its crystal clear, azure water with its banks of sand and water plants that you usually only find in seas but never in lakes around here. I quickly learned that from what I remember, almost nothing is left there. They turned it into a little paradise for short holidays with restaurants, a fish farm and rowboats for rent. Only a really old “Kaufhalle” (we only had those in eastern germany to buy goods) where I used to get ice cream is left. Little, very less crowded beaches invite to stay for sunbathing and swimming. We finished the day with a trip on the lake with my rubber boat, relaxing while the sun was setting. Enjoy a few impressions of another wonderful summer day! :)

Uckermark

Letzten Freitag ging es zusammen mit meiner wundertollen Freundin Natalia für ein Picknick Shooting für die Zitty raus nach Brandenburg, in die Uckermark. Da ich vom Picknick selbst gar nicht soviel zeigen darf, hier aber dennoch ein paar der Impressionen von einem wunderschönen Sommertag! Viel Spass! :)

Last friday I went to Uckermark in Brandenburg with my dear friend Natalia to shoot a picnic story for a magazine. Though I can’t really show lots of the picnic itself, I still want to show you some of the summer impressions I took aside from the shoot. Enjoy! :)

Usedom

Vom 24.7.-3.8. zog ich mich dieses Jahr nach Usedom zurück. In Rankwitz, mitten im Nirgendwo, dafür aber direkt am Peenestrom, fand ich ein tolles altes Fischerhaus, das ich mir mit einer lieben Fischerin teilte, die wohl schon seit 90 Jahren darin wohnt. Viel Lesen, lange Radtouren rüber an die Ostsee und viele kleinere Ausflüge auf der Insel sorgten schnell für die gewünschte Erholung. Die Kamera blieb dabei meistens zuhause, dennoch sind ein paar (viele) Fotos entstanden, die den Spirit, die Verlassenheit und vor allem die Ruhe der Orte wohl ganz gut darstellen. Viel Spass damit!

From Jul 24th to Aug 3rd I escaped to Usedom. In a small village in the middle of nowhere but conviently located at a lake, I found a little old fishers house, that I shared with a lovely old woman that probably has been living there the past 90 years. A lot of reading, long and short bicycle rides over to the baltic sea and other parts of the island made it very easy to relax. My camera stayed home most of the time, but nevertheless I got to capture a little of Usedom’s spirit. Enjoy!

Ovenly

Auf meiner letzten Reise nach NYC besuchte ich verschiedene Orte, die im weitesten Sinne mit Essen zu tun haben und schaute dort hinter die Kulissen. Pünktlich zum Mai und der Hauptreisezeit für diese Stadt voller Genuss und Erlebnissen starte ich nun meine Serie hier auf Aicuisine. Erwartet viele Einblicke in Bäckereien, Manufakturen und Orte rund ums Essen. 

Los geht’s mit Ovenly, einer Bäckerei in Greenpoint, unweit des East Rivers. Ovenly ist einer dieser Orte, der inzwischen in fast allen Büchern über New Yorks Foodszene auftaucht und das mit gutem Recht! In einem alten Backsteinhaus betritt man den Laden, Wände und Decken in weiss gestrichenem Holz gehalten, mit schönen Tapeten und kleinen Metalltischen, die zum Verweilen einladen. Agatha und Erin, die Besitzerinnen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, traditionelle Backwaren mit ihrem ganz eigenen Twist zu versehen und haben sich so schnell einen Namen gemacht. Ihre Backwaren werden nicht nur im Store, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus in verschiedensten Läden verkauft. 

Zur Philosophie gehört natürlich auch, nur natürliche Zutaten zu verwenden, die nachhaltig und ohne künstliche Zusätze sind. Spicy Bacon Caramel Corn ist eines der Produkte, das wohl am meisten über die Theke geht, aber selbst in die frische heisse Schokolade, die wohl zu jeder Jahreszeit geht kann man schwer Nein sagen. Ich bin mir fast sicher, dass die zwei sich für den Sommer eine tolle Abwandlung davon einfallen lassen.

Ich kann jedem nur empfehlen sich vor oder nach einer Shoppingtour auf der Franklin St. dort für einen Moment zu verweilen und auf Backwerkentdeckungsreise zu gehen. Freut Euch nun auf noch mehr Einblicke in diese tolle Bäckerei. Danke Agatha und Erin für die Gastfreundschaft!

During my last stay in NYC I visited various place the cope with food in different way and had a little look behind the scenes. Right on time for May, the perfect month to travel there I’ll start my series here on Aicuisine. Expect views into bakeries, manufactures and other places. 

Let’s start with Ovenly, a bakery in Greenpoint, not far from East River. Ovenly is one of these places that you’ll find in almost any good book about the NYC food scene, but its place in there is so rightfully earned! Located in an old brick building, with a lot white wood interior, lovely wallpaper and little iron tables that invite to stay for a while. The owners Agatha and Erin made it their goal to spice traditional recipe up with a little twist. Their goods are not only available in a store but also all around town in various stores. 

Their philosophy also includes to only use natural ingredients, sustainable without artificial flavourings and preservatives. Spicy Bacon Caramel Corn is one of their famous product, probably the one that is selling most. Also their hot chocolate is something you shouldn’t miss, I’m sure they have either that or a cold version in summer, too!

I can highly recommend going there after a little shopping spree at Franklin St. and take a little discovery trip into the world of baked goods. Now enjoy a few more views behind the scenes at Ovenly and thanks Agatha and Erin for having me.

Amsterdam

Nachdem ich in den letzten 2 Jahren gefühlt 2 Mal um die ganze Welt gereist bin, ist mir diesen Sommer klargeworden, dass es manchmal gar nicht so weit sein muss, denn in Europa gibt es auch noch mindestens 100 Orte an denen ich noch nicht war und schnell und günstig hinfahren kann. Auf dieser Liste finden sich bekannte Städte wie Stockholm, Kopenhagen, Lissabon, Istanbul, Florenz und sogar Amsterdam, was in den Köpfen der Deutschen wohl lange Zeit als Kifferstadt abgespeichert war, zumindest sind alle meine Freunde früher immer deswegen dahin und ich immer deswegen zuhause geblieben.
Dass Klischees aber meist nur einen ganz kleinen Teil von etwas ausmachen weiss ich als Erwachsener inzwischen, daher fand ich mich letzten Monat auch endlich mal in Amsterdam ein und konnte auch schnell erkennen, dass dort nicht nur gekifft, Käse gegessen und Eiermehlspeisen verzehrt werden.

Vielmehr ist Amsterdam so eine Mischung aus Paris und Venedig, auch wenn ich ungern Städte vergleiche. Die vielen Brücken und Kanäle, die schönen Häuser, die schönen Parks und das viele bunte Treiben in der Stadt, das fast alle Teile mit Geschäften, Cafés, Restaurants und Sehenswürdigkeiten füllt. Man möchte fast meinen, es gibt fast keinen Teil Amsterdams in dem man nicht wohnen kann ohne etwas zu missen. Alles fühlt sich nah an und mit dem Rad kann man bequem die ganze Stadt erkunden und hat trotzdem das Gefühl in einer Großstadt zu sein. Überall gibt es Märkte, die ganze Woche über, Altes, Frisches und Neues und natürlich auch die Klischees. Fast jedes Café hat natürlich eine Appeltaart auf der Speisekarte, diese tolle holländische Apfelkuchenversion, die so lecker nach Zimt und Äpfeln schmeckt und eigentlich zu jeder Tageszeit passt.
So finde ich mich natürlich auch schnell im Café Winkel ein, zweifellos die beste und zu recht populärste Appeltaart Amsterdams. Nebenan beim Noordermarkt kann man montags auf dem Flomarkt schlendern oder einfach loslaufen und sich in den vielen kleinen Gassen und Geschäften verlieren. Besonders schöne Shops gibt es in “De 9 Straatjes”, die neun Strassen zwischen Leidsestraat und Raadhuisstraat. Da kann man schön umherschlendern und immer wieder Pausen in den zahllosen tolles Cafés einlegen. Wer Einkaufsstraßen mag wird Haarlemmerdijk/-straat lieben, mit vielen modernen Shops und einem kleinen aber feinen Bio-Markt jeden Donnerstag auf dem Haarlemmerplein. Den Kaffee zur Shoppingpause gibt es bei Two For Joy, wo nicht nur die hohe Baristakunst, sondern auch der liebevolle Umgang mit Kunden beherrscht wird. So fand ich mich dort jeden Tag wieder, am letzten Tag mit leicht weinendem Auge.

Bei schönem Wetter lohnt sich auch ein Ausflug auf die Eilands im Norden, wo man schön mit dem Rad rumcruisen kann, oder sich einfach nur auf einem der Stege niederlässt um in der Sonne zu baden. Das kann man allerdings auch in einem der vielen schönen Parks in Amsterdam, der bekannteste ist hier wohl der Vondelpark, ob er auch der schönste ist kann und will ich gar nicht sagen, da ich noch lange nicht alle gesehen habe.

Ich hatte das Glück während meiner Woche in Amsterdam auf einem Hausboot zu wohnen, mitten in Jordaan, einem der schönsten Stadtteile Amsterdams, mit Nähe zum Bahnhof, aber eben auch den Kanälen. Wer im Frühling & Sommer nach Amsterdam kommt, sollte sich diese Möglichkeit auf jeden Fall nicht entgehen lassen, nirgendswo sonst bekommt man soviel von der Seele Amsterdams mit als auf dem Wasser. So fand ich mich dort an den Abenden meist kochend oder mit Freunden am Riesenfenster zum Wasser sitzend wieder. 

Wer nicht kochen mag kann in Amsterdam natürlich auch gut essen. Uneingeschränkt empfehlen kann ich das Proef Kochstudio, das ein besonders tolles und natürliches Kochkonzept anbietet und man sich am liebsten durch alle Menüs essen will. Zudem ist die Inneneinrichtung sehenswert und man sollte sich auf jedenfall auch mindestens einmal auf die Suche nach der Toilette machen! :)
Wenns mal etwas fettiger sein darf, unbedingt auch einen Burger beim Burgermeester bestellen und was mir empfohlen wurde, ich aber leider nicht geschafft habe, in der Burger Bar. Da Fast Food in Amsterdam fester Bestandteil der Kultur ist, kann man ungetrost fast überall tolle Waffeln, Pfannenkuchen und frittierte Köstlichkeiten bekommen. In so einer schönen Stadt macht sündigen ja auch viel mehr Spass. Zum Frühstück unbedingt mal in eine der De Bakkerswinkel Filialen gehen und sich von der superschön illustrierten Speisekarte inspirieren lassen.

Ich habe mich bei meinem Amsterdambesuch, der quasi den Start zu meiner Europaerkundungstour dartstellte, jedenfalls ein kleines Stück in die Stadt verliebt, was aber nicht zuletzt daran lag, so toll gewohnt und so viele nette Menschen kennengelernt zu haben, denn das ist ja eben auch das, was jeden Ort ausmacht, den man als Heimat bezeichnet.

Euch viel Spass mit ein paar Impressionen meines Besuchs. 

After I traveled about 2 times around the world in the past 2 years, I realized this summer that sometimes it does not have to be so far, because in Europe there are still at least 100 places that I haven’t been to and can go to fast and cheap. On this list are well-known cities such as Stockholm, Copenhagen, Lisbon, Istanbul, Florence and even Amsterdam, which was stored in the minds of German probably long as stoner city, at least most of my friends went there because of that and I stayed at home because of it.

That clichés usually account for only a very small part of something I do know as an adult now, so I eventually found myself in Amsterdam last month and very quickly learned that there is not only weed, cheese and egg pastries.

Rather, Amsterdam is a mixture of Paris and Venice, even though I don’t like to compare cities. The many bridges and canals, the beautiful homes, the beautiful parks and many of the hustle and bustle in the city that fills almost all parts with shops, cafes, restaurants. One would almost think that there is almost no part of Amsterdam in which one can not live without something to miss. Everything feels close and by bike you can easily explore all of the city and still get the feeling to be in a big city. Everywhere there are markets all week, old, fresh and new and of course, the clichés. Almost every café has an Appeltaart on the menu, this amazing Dutch apple pie version that tastes so delicious of cinnamon and apples and actually fits any time of day.
I find myself at Café Winkel, without doubt the best and therefor most popular Appeltaart in Amsterdam. When you walk next door there is Noordermarkt with a big flea market on mondays or just start walking and get lost in the many small streets and shops. Stores are especially beautiful in “De 9 Straatjes”, the nine roads between Leidsestraat and Raadhuisstraat. There you can stroll around beautifully and always take breaks in the countless great cafes. If you like shopping streets will love Haarlemmerdijk / straat. With many modern shops and a small but nice organic market every Thursday on the Haarlemmerplein. For a coffee break, visit Two For Joy, where not only the high barista art, but also the loving interaction with customers is wonderful. So I found myself back there every day, on the last day with a tiny little tear in my eye.

In good weather, I recommend a trip to the Eilands in the north where you can cruise around by bike, or just lay down on one of the docks to bathe in the sun. Or do that in one of the many beautiful parks in Amsterdam, the best known is probably the Vondelpark, whether it is the best I can and do not want to say because I have not seen all yet.

I was lucky to live on a houseboat during my week in Amsterdam, in the middle of Jordaan, one of the most charming areas of Amsterdam, with proximity to the main station, but also the channels. Who is visiting Amsterdam in spring or summer, should not miss out on this possibility, nowhere else you can get that much soul of Amsterdam than on the water. So I found myself there in the evenings, mostly cooking or even meeting friends sitting at the giant window to the water.

Who does not like to cook will also find lots of good food in Amsterdam. I can fully recommend the Proef cooking studio, offering a particularly great cooking concept and a very natural approach that makes you want to eat and try everything on the menu. Moreover, the interior is worth a closer look and you should definitely also make at least once a visit of the toilet! :)

If you’re craving for something a little more heavy, order a burger at Burgermeester and also, what was recommended to me, but I never made it there, visit one of the Burger Bars. Since fast food is a big part of the Amsterdam culture, you can almost anywhere get great waffles, pancakes and fried delicacies. In such a beautiful city sinful food definitely brings a lot more fun. For breakfast, definitely check one of the De Bakkerswinkel branches and be inspired by the super beautifully illustrated menu.

I definitely fell a little in love with Amsterdam, mostly because of the wonderful place I stayed at and the lovely people I met during my stay. Because those are the things that make a place feel like home, right?

Now enjoy a few more impressions of my visit.

Deli

Am 6. Oktober lud mich und ein paar andere Blogger, wie z.B. Lykkelig, Gruner und Jahr aus Hamburg dazu ein, den Start des neuen Magazins Deli zu feiern. Für Unterkunft war im benachbarten Madison Hotel gesorgt. Zu Speisen und Cocktials aus dem Magazin wurde zudem die Webseite präsentiert, auf der wunderbar mit Fotos umgegangen wird. Idee des Heftes ist, kochen auf einfache und hilfreiche Art und Weise zu vermitteln und dabei auch mal hinter die Kulissen zu blicken. Layout und Fotografie sind sehr schön umgesetzt und ich hoffe, das dieses tolle neue Magazin es über die erste Ausgabe hinweg schafft. Am Besten auch gleich Facebookfan werden! 

On October 6 me and some other food blogger, including the lovely Lykkelig, were invited to be part of the launch of a new German food magazine called Deli. To food and drinks from the magazine they also presented the new website, that graciously features photographs. The idea of the magazine is to present cooking in a simple and fun way, with lots of views behind the scene. Layout and photgraphy are very beautiful and I really hope they will publish a lot more than the first issue! Become a facebook fan now!

The Weekender

Ab heute in ausgewählten Zeitungsläden, The Weekender, mit einer Hommage an meine Oma, die ich geschrieben und fotografiert habe. Dafür war ich zu Besuch in den Kochenden Gärten und bei Mother’s Mother. Danke an das Weekender Team für diese Möglichkeit!

The story I wrote and shot for The Weekender as an homage to my grandmother about Kochende Gärten and Mother’s Mother is in stores today! So proud, first ever story I did completely, thanks to The Weekender for that opportunity, its been so much fun! ♥

Vor 2 Monaten
2 months ago

Manchmal ändert sich das Leben so rasend schnell, dass man kaum hinterherkommt. Auf einmal sind da soviele Jobs, soviele neue Aufgaben. Als ich Aicuisine im April anfing stand ich quasi vor dem Nichts, keine Jobs, kein Geld, aber dank einer monatelangen Reise durch die USA soviel Motivation wie noch nie. Was die 4 Monate danach passiert ist, weiss ich selbst nicht so recht, auf jeden Fall gab es enorm viel zu Essen. Was in den letzten 2 Monaten alles passiert ist passt sonst in ein ganzes Jahr. Ich hab mehrere Magazinstrecken fotografiert, 3 Werbekampagnen, hab eine Tour durch Europa gemacht, verschiedene Kooperationspartner für Aicuisine bekommen, einen silbernen Foodblog Award von AMA erhalten und hab an 2 Bloggerworkshops teilgenommen. Für aktuelle Posts und News, folgt mir doch einfach auch auf Facebook.

Wenn man 1 Jahr in 2 Monate packt bleibt leider manchmal wenig Zeit für manche Dinge, die man gern hat, so wie dieses Blog. Das wird sich ab sofort aber wieder ändern. Die nächsten Tage über werde ich jeden Tag ein kleines Stück der letzten 2 Monate posten, eine Art Zusammenfassung, ein paar Reiseberichte, noch offene Hintergrundberichte und natürlich auch ein paar neue Rezepte. Los gehts hier schon einmal damit, womit vor 2 Monaten alles anfing, der Kartoffelgeschichte, eine Foodstrecke, die ich für die deutsche Glamour produziert habe. Hier ein paar Fotos, die dabei entstanden sind. Mit Hilfe von meiner guten Freundin und Assistentin, Marlen Mueller. Rezepte nachzulesen in der Glamour.

Sometimes life changes in a speed that is hard to keep up with. Suddenly there are so many new jobs, so many new tasks. When I started Aicuisine in April I had nothing, no jobs, no money, but thanks to a months long journey through the states, a lot of motivation. What happend the 4 months after that I don’t really know, a lof of food was involved though. What happened in the past 2 months usually fills a year. I shot various magazine editorials, 3 ad campaigns, did a tour through Europe, found some partners for Aicuisine, won a silver award for Aicuisine and attended 2 blogger workshops. For current posts and food, also follow me on Facebook.

If you fit one year in 2 months, some things that are important unfortunately fall into a deep sleep, like this blog did. That’s going to change. During the next days I will post little pieces from the past 2 months, travel stories, not yet posted background stories I shot and of course, new recipes. Lets start with a food story I produced for German Glamour, with a little help by my good friend and assistent, Marlen Mueller. Recipes can be found in the last issue of Glamour. Here are a few impressions from the shoot.

Makrönchen Manufaktur

Es gibt sicher nur ganz wenige Menschen auf dieser Welt, welche die Faszination um Macarons nicht verstehen können. Diese kleinen bunten Köstlichkeiten, deren Teig auf der Zunge zergeht und die Füllungen, die soviel leichter schmecken als jede Muffinhaube. Ich selbst habe mich noch nicht an die hohe Kunst des Backen von Macarons rangetraut, bewundere dafür aber umso mehr Laura, Chefin der Makrönchen Manufaktur, die inzwischen nicht nur die hohe Kunst versteht, sondern sie zu ihrem Leben gemacht hat und man sie schon dafür lieben muss, dass sie diese ganz liebevoll deutsch Makrönchen nennt. 

Vorbei sind die Zeiten wo sie sich noch von allen ihren Freunden Backbleche geliehen und die Macarons im Flur auf Regalen gestapelt hat. Gerne hätte man doch damals zum engen Kreis gehört, der testen durfte. Heute hat sie ein wunderschönes Ladengeschäft in Berlin Schöneberg, das gleichzeitig Manufaktur, Verkaufsladen und kleines Café ist.  

In der Küche wuseln die fleissigen Bienchen, die blecheweise Makrönchen reihen und nach Backen und Ruhen mit den leckeren Cremes füllen. Im Vorraum türmen sich die fertigen Stücken in allen möglichen Farben und Geschmäckern und man findet Laura, die mir bei einem Cappucchino freundlich und begeistert ihre Makrönchengeschichte erzählt und welche sie selbst am Liebsten mag. Ich höre begeistert zu und melde mich schonmal für den ersten Backkurs an, den es hoffentlich bald geben wird. 

Viel zu schnell ists Mittag und ich muss weiter, im Gepäck natürlich eine Variation verschiedener Makrönchen und im Kopf schon fest eingespeichert jede Woche für Nachschub wiederzukommen, so auch heute, wo wieder 8 Makrönchen den Weg in meinen Rucksack fanden. Schaut doch auch mal vorbei und falls ihr es nicht nach Schöneberg schafft, die Makrönchen gibt es auch in einer Reihe von Geschäften und jeden Freitag auch auf dem Markt am Arkonaplatz. Es lohnt sich wirklich, denn meiner Meinung nach gibts in ganz Berlin keine besseren! Hier nun ein paar mehr Eindrücke vom Laden in Schöneberg! Viel Spass!

There are probably not many people in this world that cannot understand the fascination about macarons. These little colourful delightfulnesses, whose dough melt on your tongue and with fillings tasting so much lighter as any cupcake topping. I myself am still afraid to try make this art of baking which is why I really admire people like Laura, owner of this macarons manufactory. She not only understands the art of making them, she centered her whole life around them. You have to love her just for using the german name “Makrönchen”. 

Over are the time where she asked all her friends for theirs baking sheets, lining up shelfs of macarons in her hallway. I would have liked to be her friend during that time, being able to taste all of them all the time. Today she has a lovely little store in Berlin Schöneberg, that is manufactory, store and coffee shop at the same time. 

In the kitchen the busy bees are baking, resting and filling the macarons where in the main room you find all the ready ones and Laura who happily answers all my question while having a cappucchino with me telling me her macarons story and which ones she likes the most. Excited I listen to everything she says and already sign up for the first baking lesson she will give hopefully soon.

Too fast its noon and I have to leave, my bag filled with a variation of her macarons and putting a note to my mind to come back every week, like today where another 8 macarons found their way into my backback. Do yourself a favour and visit her! If you don’t get to come to Schöneberg, you might visit one of the stores that are selling them or visit the stand every friday on the market on Arkonaplatz. Its really worth it, because in my opinion there are no better ones in Berlin! Now enjoy a few more pictures from the store! Have fun!

Deli.Cat - Petra Fiegle

Letzte Woche hatte ich das große Vergnügen von Kitchensurfing zu einem Brunch eingeladen worden zu sein wo Gastgeberin Henriette, Petra von deli.cat die ehrenvolle Aufgabe erteilte die Speisen zu zaubern. Petra habe ich eine Woche zuvor kennengelernt und mich sofort in ihre Art über Essen zu reden verliebt und entschieden mal eine Geschichte über sie und ihr Essen zu fotografieren. Dazu bot sich nun die Gelegenheit und zudem konnte ich auch bei den Vorbereitungen in der Küchen noch etwas übers Kochen plaudern und ein paar Tricks und Erfahrungen mit ihr austauschen.

Petra gehört zu den Menschen, die schon immer gekocht haben und für die auch immer klar war, dass irgendwann die Leidenschaft zum Beruf wird. So beliefert sie nun mit deli.cat kleine und große Events und versucht immer wieder neue Ideen auf den Tisch zu bringen. So wunderbar einfach und geschmackvoll, kocht sie mit einem Dauerlächeln im Gesicht. Zum Brunch gabs Tarte mit karamellisierten Zwiebeln, Blinis mit in Campari gebeiztem Lachs und Senfcreme, Tortilla mit Chorizo & Datteln, Albondigas in geräucherter Chili - Tomaten - Sosse, Geröstete Aubergine mit Orange, Ziegenkäse und Sesam, Gegrillte Kräuterseitlinge mit Zuckererbsen und Mozzarella und einen tollen Apfel- Johannisbeer Crumble. Allesamt so gut, dass ich inspiriert davon zuhause auch gleich mal Lachs selbst geräuchert habe, denn am Ende des Tages ist das Wichtigste für mich, inspiriert zu werden und das schafft Petra mit fast jedem Satz! Danke und bis bald. 

Hier noch ein paar mehr Inspirationen vom Brunch:

Last week I had the big pleasure to be invited to a brunch by Kitchensurfing for that host Henriette hired Petra from deli.cat to do her magic in the kitchen. I got to know Petra a week earlier and instantly fell in love with her talking about food and decided to do a feature about her cooking. For that I now got the chance and I also got to talk a little with her while she was preparing the brunch, learning a few more tricks and asking her about the recipes and exchanging experiences. 

Petra belongs to the people that have always been cooking and it was very clear from the beginning that she would end up making it her profession. Now she has deli.cat and caters little and big events and always tries to be creative about the things that she puts on the table. Wonderfully simple and tasty she cooks with a big smile on her face all the time. For this brunch she made a tart with caramelised onions, blinis with Campari graved salmon and mustard cream, tortilla with chorizo and dates, albondigas in smoked chili tomato sauce, roasted eggplants with sugar peas and mozarella and a lovely apple currant crumble. All of it was so good and inspiring that I started salt curing a salmon even! Because at the end of the day for me that is what counts, to be inspired and that Petra does with every sentence she says! Thank you and see you soon.

Now enjoy a few more impressions of the brunch: 

Cemilzade Confiserie Orientale

Als wir in der Linienstr. die Räume der Confiserie Orientale betreten fällt sofort die wunderbar helle Innengestaltung auf, die selbst bei einem Regenschauer nicht den Eindruck von Dunkelheit aufkommen lässt. Ganz in weiss mit einer rötlich-pinken Chaise Lounge, goldenem Tischchen davor und einer goldenen Mosaikwand im Cafebereich bleibt kein Zweifel, dass es sich hier um ein Geschäft mit Stil handelt. Als Sevgi, die Besitzerin, uns begrüßt und sich sofort Zeit für uns nimmt gibt es auch kein Zweifel mehr, dass sich zum Stil auch eine Seele gesellt. 

Selbst aus Istanbul stammend ist sie gut mit der Geschichte der Köstlichkeiten vertraut, die sie von ihrem guten Freund aus der Türkei vom Cemilzade Stammhaus importiert. Seit 1883 werden dort Lokum, Marzipan und Bonbons in alter Tradition hergestellt und seit August 2010 auch in Berlin verkauft. 

Lokum stammt aus dem Osmanischen und bedeutet “dem Hals wohltuend”. Guten Lokum erkennt man daran, dass er nicht an den Zähnen klebt. Dieser türkische Honig wird aus Zuckersirup und Stärke hergestellt und mit Pistazien, Haselnüssen und Rosenwasser verfeinert. Ich durfte kosten und war gleich hin und weg. Als großer Marzipanfan wird dieser Ort sicher noch oft meinen Weg kreuzen.

Neben Lokum und Marzipan gibt es dort aber auch wunderbaren selbstgebackenen Kuchen, türkischen Mokka in den tollsten Mokka Services ausserhalb der Türkei, Tee aus dem Samovar und wer es einfach mag, bekommt natürlich auch einen wunderbaren Latte Macchiato. 

Hier nun ein paar Einblicke weitere Einblicke in die feinen Köstlichkeiten. An einem grauen Tag wie heute kann ich jedem nur empfehlen, mal kurz in die orientalische Welt der Linienstraße abzutauchen.

Entering Confiserie Orientale you instantly enjoy the very light interior design that even on grey rainy days doesn’t feel dark or uncomfortable. With lots of white a pinkish Chaise Lounge, litte golden table and a golden mosaic wall in the café area there is no doubt that this is a place with style. When Sevgi, the owner, welcomes us and takes time to sit down with us there is also no doubt that this place has a soul, too.

Originally from Istanbul herself she knows the history of the imported sweets she is selling. The turkish Cemilzade main house is led by a good friend and since 1883 they produce Lokum, marzipan and candy and since August 2010 Sevgi sells it in Berlin. 

Lokum is originated in Osmania and means “pleasant for the throat”. Good Lokum doesnt stick to the teeth. This turkish honey is made of sugar syrup and starch and refined with pistachios, nuts and rose water. I tried them and instantly fell in love. Being a big marzipan fan this place will sure become part of my monthly routine.

Aside from Lokum and marzipan you can also get home baked cakes, turkish mokka served in the prettiest mokka services outside turkey, tea from a samovar and for those who like it simple a wonderful latte macchiato.

Now enjoy a few more views into this deliciousness. On a grey day like today I can highly recommend to make a stop there and get lost in this oriental world of Linienstr.

Preussische Spirituosen Manufaktur
Prussian Spirits Factory 

Vor ein paar Tagen machte ich mich auf in die Vergangenheit, nach Berlin Wedding, an einen Ort wo seit 1874 gelehrt wurde was Likör so besonders macht und wo heute besonderer Likör produziert wird, in die letzte Spirituosenmanufaktur ihrer Art. Betritt man die heiligen Hallen von Gerald Schroff und Prof. Dr. Ulf Stahl wird einem schnell bewusst, dass hier mit Hingabe und Liebe zum Detail produziert wird. Die Räume, voll mit Kupfer, Glas, Gewürzen und Aromen. Lange feilen sie an jedem Tropfen, bis er perfekt abgerundet per Hand in Flaschen abgefüllt wird.

Wie ein kleines Kind laufe ich durch die Fabrik, schnupper an jeder Flasche wo Zimt oder etwas Blumiges dransteht. Alles ist noch so wie früher, Lampen, Kabel, Destillationsbehälter, die riesen Steingutgefäße, wo Wodka, Gin oder M35 draufsteht, der bekannte Likör, der fürs Hotel Michelberger produziert wird.
Bei der speziell entwickelten Vakuumdestillation bleiben besonders viele Aromastoffe enthalten, was die Liköre für mich perfekt zum Kochen macht. Ich freue mich schon auf die erste Zimtrolle mit Schuss, denn eine Flasche von dem tollen Zimtlikör musste ich natürlich gleich im Fabrikverkauf erwerben!

Besonders beeindruckend ist die sogenannte Drogenduftorgel, die ca. 230 Duft- und Geschmacksstoffe aus Blüten, Kräutern, Wurzeln, Rinden und Samen enthält und die Ausgangsbasis für alle Kompositionen ist und vor der stehend man am Liebsten selbst zum Komponisten wird.

Die Manufaktur ist unter der Woche von 11-19 Uhr für Besucher geöffnet und man kann an einer wunderbar alten, massiven Bar alle Liköre der aktuellen Produktion vor dem Kauf auch testen.

Nun viel Spass bei einer kleinen Reise in die Vergangenheit.

Aicuisine went back in time, where this place in Berlin Wedding was a school where you could learn what makes liqueur so special. Today they produce very special liqueur and its the last spirits factory of its kind. If you enter the holy halls of Gerald Schroff and Prof. Dr. Ulf Stahl you realise that this is a place of passion, with love for details. The rooms are crowded with copper, glass, spices and flavours. Very long they refine each drop until they fill the bottles by hand.

Like a little child I walk through the factory, smell on each bottle that says cinnamon or something flowery. Everything is like it used to be, lamps, cables, destillation containers, those big stone containers that say Wodka, Gin or M35, the well known liqueur they produce for Hotel Michelberger.
With their very own vacuum destillation almost all the flavours are preserved, what makes them very interesting for cooking, too. I look especially forward to my first cinnamon rolls with their cinnamon liqueur I bought in their factory sale.

Especially impressive is their drug fragrance organ with about 230 fragrances and flavours from flowers, herbs, beets, barks and seeds, their base for all the compositions. Standing in front of it you instantly want to be a composer yourself.

The factory is opened for visitors Mo-Fr 11-7 where you can try and buy all their liqueur at a very special, massive old bar.

Now enjoy a little trip to the past.

Soluna Brot und Oel

Soluna ist einer dieser Orte wo man schon beim Betreten des Ladens merkt etwas ganz Besonderes gefunden zu haben. Sogar vor dem Betreten macht das handgemalte Ladenschild klar, dass es hier keine Plastiktabletts gibt, auf denen man aufgebackene Backwaren stapelt um sie an der Kasse zu bezahlen. Hier findet man keine Neonschilder, keine großen Werbedrucke auf den Brotbeuteln, keine Verkäufer die über den Preis hinaus nichts zum Brot sagen können. Was man hier findet ist die hohe Brotkunst und Menschen, für die Brot neben Essen auch Leidenschaft ist. Wo ein Laib Brot über Tage entsteht, die nötige Zeit ruht und mit Liebe zum Teig geknetet und gebacken wird. Oder wie es im Fenster geschrieben steht, “Die Balance zwischen Liebe und Essen”.

Das Ergebnis ist ein Brot, das nicht nur in Berlin, sondern europaweit zu den Besten gehört. Sogar die New York Times war schon hier. Den normalen Berliner lässt sowas natürlich unbeeindruckt, denn für ihn ist nur wichtig, dass er hier das bekommt was es früher überall gab: frisch gebackenes Brot. 

Ich war bei Soluna Gast in der Backstube und durfte früh am Morgen hinter die Kulissen schauen. In einer Welt aus Dampf, Wärme und dem Geruch nach frischem Brot fühlte ich mich sofort zurückversetzt in die Küche meiner Oma und was viel wichtiger ist: zuhause.

Soluna is one of these stores where by passing the entrance door you instantly know you found a treasure. Even from the outside with its handwritten signs its clear that you won’t wait in a line holding plastic trays to pay pastries that were frozen an hour ago. You won’t find neon signs, big brandings on the paper bags or sales people that have no clue about what they are selling you. What you’ll find here is the art of making bread with people who beside love eating it are passionate about making it. A place where a bread grows over days and is knead and baked with love. Or how its written at the window, “The balance between love and food”.

The result is a bread that not only in Berlin, but Europe wide belongs to the top. Even the New York Times has been here already. Not that one Berliner would care about that. The only reason we come here is because we get what we were used to in the past: homemade bread.

One early morning I was invited to have a closer look behind the scenes at Soluna and in a world of steam, heat and the smell of fresh bread I instantly went back in time, into the kitchen of my grandmother and even more so, I felt home.

The Parlour Dinners 

In Berlin ist es kein Geheimnis mehr, dass man das beste Essen ohne mit schlechtem Service konfrontiert zu werden, bei netten Menschen zuhause bekommt. Zu oft sind Restaurants abends viel zu voll, Essen und Service schwanken von gut bis schlecht abhängig von der Anzahl der Gäste. Also geht es wieder nach Hause, zu Freunden oder warum nicht zur Alternativgastronomie. Diesen Gedanken griff auch Laurin Hackney auf, der schon im letzten Sommer in Form von Pop Up Biergärten Brotzeiten an den Mann und die Frau brachte. Da Brotzeiten im Freien eher für die Sommermonate geeignet sind war schnell klar, dass seine Kochleidenschaft auch im Winter einen Platz finden musste und so kam es dann im März 2012, als der Winter in Berlin noch spürbar war, dass er sein Wohnzimmer für 3-Gänge-Menüs der Öffentlichkeit aufmachte, ungefähr einmal in der Woche läd er seitdem zu den “The Parlour Dinners" ein. Dinniert wird auf schlichten Holzmöbeln, die man auch gleich kaufen kann bei Interesse und Laurin und Freundin sorgen von Anfang bis Ende für freundlichen und echten Service und besonders gutes Essen. 

Ich habe Laurin vor Kurzem an einem der Dinnerabende besucht und zu der Fotostrecke dann auch gleich noch ein paar Fragen gestellt. Hier seine Antworten:

Wie beschreibst du deinen Kochstil?

Ich würde nicht sagen das ich einen bestimmten Stil habe. Ich denke das man seinen Stil erst nach langjähriger Erfahrung sammeln und perfektionieren kann. Ich bin beim Kochen relativ offen und probiere immer gerne neue Dinge aus. An sich versuche ich aber schon, bei The Parlour Dinners ein Menü anzubieten das jeder versteht. Nicht zu modern und überformuliert. Die Leute sollen ein Essen, das sie vielleicht schon kennen neu entdecken.

Was ist dein Lieblingsgewürz?

Ingwer find ich schon ziemlich geil, aber mich interssieren eher Gewürzkombinationen. Mal eine arabische Note in einem typisch deutschen Gericht oder italienische Klassiker fernöstlicher Art.

Von wem hast du Kochen gelernt?

Bei uns wurde früher zuhause immer frisch gekocht, solange ich mich erinnern kann. Meine Mutter ist meiner Meinung nach eine der besten Köche, die ich kenne. Auch nach 30 Jahren überrascht sie mich immer wieder. Sie war und ist immer noch meine Hauptinspiration. Ich telefoniere und diskutiere auch oft über die kommenden Menüs mit ihr zusammen. Ansonsten habe ich glaube ich einfach viel durch “Trial and Error” gelernt. Also einfach Neues ausprobieren und nicht aufgeben, wenn es beim ersten Mal nicht so wird wie erwartet.

Was ging mal so richtig daneben?

Eigentlich gehen immer mal wieder Kleinigkeiten daneben, da merkt man eben, dass weder der Koch, noch die Helfer echt vom Fach sind. Von der Weinbestellung vergessen, obwohl die Leute schon den ersten Gang essen, bis zu Knödel, die einfach nicht hart werden wollten waren da schon einige kleine Aufreger in der Küche oder im Service. Aber ich denke das ist auch normal wenn man das Ganze so betreibt wie wir das machen. An sich lernt man aus jeder dieser Erfahrungen und das macht einen nur besser.

Welche Länderküche magst du am Liebsten?

Ich liebe zum Beispiel bei den Japanern dieses Auge und den Gaumen für die Details. Das ist meiner Meinung nach die feinste Küche die ich kenne. Aber ich bin auch großer Fan von italienischer Küche, die oft so einfach ist, aber trotzdem so perfekt und lecker.

Wenn du dich für ein Nahrungsmittel und ein Getränk entscheiden müsstest, dass du für immer isst, was wäre das? 

Bei Getränken bin ich mir da ziemlich sicher, das müsste Wasser sein. Ohne Wasser geht gar nix! Bei einem Nahrungsmittel wird das schon schwieriger, aber ich denke das ein Stück einfaches Brot, oder ein saftiger apfel schon ganz weit vorne bei mir in der Liste auftauchen würden. Das sind Dinge die ich glaube ich jeden Tag essen könnte und sie trotzdem noch geniessen würde.

Hier noch mehr Eindrücke vom Dinnerabend:

(see translation to English below the following pictures) 

Its no secret in Berlin that the best dinners without experiencing bad service you’ll get at lovely people’s homes. Too often restaurants are crowded, food and service get worse depending on the rising number of guests. Whats left is to go home again, visit friends or why not, try alternative food services. As did Laurin Hackney who started doing pop up beergardens with brotzeit last summer and moved to an inside location serving wonderful 3-course-menus at “The Parlour Dinners” since March this year. The minimalistic wooden furniture is for sale, too. Laurin and his girlfriend will make you feel very welcome with honest and thoughtful service and of course, very good food.

I visited Laurin and aside from this photo story I also asked him a few questions. Read his answers here:

How would you describe you style of cooking?

I wouldnt say that I do have a certain style. I think that it needs many years of experience to bring it to perfection. I’m open to new things and try to offer a menu that everybody understands. Not too modern and not too much thoughts on it. I want my guests to rediscover food they thought they already knew.

Whats you favourite spice? 

I really do like ginger, but I enjoy combinations, too. An arabic touch in a german meal or italian classics far eastern style. 

Who taught you cooking?

My mum was cooking all the time at home and she’s my biggest influence and one of the best cooks I know. Even after 30 year she’s still surprising me and remains my biggest inspiration. I often call her to discuss menus. Other than that its mostly trial and error, trying new things and not give up if you fail.

Any specific memory of kitchen failure?

Its the little things that often get chaotic. But that usually happens if nobody really mastered the topic. Forgetting the wine order or german dumplings that won’t get thicker. Its the normal little failures in a normal kitchen. We will learn and get better.

Whats your favourite food region?

I love Japanese and their eye for details. In my opinion the finest kitchen I know. But I’m also a big fan of Italian, because its simple yet very tasteful.

If you would have to decide for one food and one drink for the rest of your life, what would it be?

With drink I’m pretty sure it would be water, without water nothing works! With food its a little more difficult, but a piece of bread or just an apple are amongst the top of my list. This kind of food I could eat every day and still enjoy it.

Brunch

Das schönste am Sommer sind die Tage an denen mein Balkon aus allen Nähten platzt, weil niemand drinnen sein will. So geschehen vor etwas mehr als einer Woche, an einem Samstag Vormittag. Ich lud zum Brunch ein und konnte selbst kaum glauben, was am Ende alles auf dem Tisch stand. Ich selbst verbrachte den Morgen damit Zimtbrötchen, Waffelteig und Frittata zuzubereiten, Orangen auszupressen, Limonade und Bowle herzustellen. Meine Gäste brachten selbst gebackenes Brot, Zitronentartes, Früchte, Quark, Joghurt, Käse, Schinken, Gemüse, Muffins und ganz viel gute Laune und aus geplanten 3h Brunch wurden schnell 6h und der letzte Gast ging fast schon wieder zur Abendbrotzeit. Die Stimmung war von Anfang bis Ende super, was nicht zuletzt an meinem Patensohn lag, der der Reihe nach jeden Mal unterhalten hat und am Ende genauso müde und satt war wie wir alle.

The beauty of summer always starts if my balcony is crowded with people that don’t want to spend anymore time inside. This happened a little more that a week ago when I invited friends over for brunch. I couldnt believe the amount of food we had on the table! I spent all morning preparing cinnamon rolls, waffle dough, frittata, squeezing orange, making lemonade and punch. My guests brought home made bread, Tarte au citrons, fruits, yoghurt, curd, cheese, ham, cupcake and their happy selfs and 3 hours became 6 and the last one left when it was almost dinner time again. The mood was great throughout the whole day mostly because of my godson who put a smile on everybody’s face and eventually was as tired and full as we were.